hello, it’s me, i was wondering if after all this time you’d like to read

 ICH BIN ZURÜCK! Nach 3 Monaten Blogpause, fast 4 Monaten kein regelmäßiges Posten auf Instagram, ungefähr 14 Containern Cookie Dough, zwei Tüten Manner Schnitten, ein kleines bisschen mehr Fett, vielen Naps und 4 angefangenen Serien kehre ich in euer Leben zurück. You’re welcome. Und hier habt ihr nun einen mehr als 1000-wörtigen Bericht darüber, wie ihr zu diesem Glück gekommen seid.

Bisschen mehr als 2 Monate hab ich nun nichts auf die Reihe bekommen. Ich habe von 8 bis 17 Uhr gearbeitet, dann mit meiner Hostfamilie gegessen und mich anschließend in meinem Zimmer verkrochen, Netflix geschaut, geschlafen, nichts gemacht, am Handy gehangen – Gym-Vertrag eingefroren, das Haus nicht mehr verlassen, nicht mehr geschminkt. Das alles fing damit an, dass ich mir im Januar ne echt beschissene Verletzung zugezogen habe – HALT STOPP, packt das Augenrollen wieder ein, hier kommt jetzt keine Mitleidsgeschichte á la DSDS. Meine Verletzung war absolut nichts weltbewegendes, ich hatte Sportverbot bis die Rötung weg war und wenige Wochen später war alles verheilt. Ich merke schon lange nichts mehr von dem Ding.

Aber was diese Verletzung mit sich gezogen hat – oder eher angestoßen hat – war eine lange Phase der Faulheit, Niedergeschlagenheit (ist das ein Wort?) und einfach die Unlust an allem. Die Verletzung selbst hat mir nicht zu schaffen gemacht, aber wie ihr vielleicht wisst ist das Gesundheitssystem in Amerika nicht so toll (*ähem* ABSOLUTE SCHEISSE). Und so musste ich am Tag nach meinem dreistündigen Notaufnahmenbesuch den Hörer in die Hand greifen und beim Krankenhaus nachfragen, wie hoch denn meine Rechnung wäre – behaltet hierbei im Kop, dass ich keine wirkliche Ahnung vom amerikanischen Gesundheitssystem habe, außer dass es echt kacke ist, und eine Rechnung erwartet hätte die nie im Leben 500$ überschreiten könnte denn ich war ja nur DREI STUNDEN da. Es waren 1580$. EINTAUSENDFÜNFHUNDERTUNDACHTZIG DOLLAR. Ja klar hab ich ne Versicherung, aber die amerikanischen Versicherungen sind 90% kleingedrucktes, und da steht drinne, dass meine Art von Verletzung von allen Zahlungen ausgeschlossen ist. Und als ich diesen Satz gelesen habe mit dieser unglaublichen Rechnung im Hinterkopf blieb mir nichts anderes übrig als in den nächsten Tagen andauernd unerwartet loszuheulen. (Denkt dran, ich will kein Mitleid hier, alles ist hammer, ich erzähle nur die Story)

Ich bin ja sehr into #selfcare und so nen shit, deshalb dachte ich mir, ich lege mich die nächsten Tage einfach nur ins Bett bis mein Kopf wieder klar kommt. Schön gedacht, klappt aber net ganz. Sobald ich nämlich einmal in diesem jeden-Abend-Netflix-Teufelskreis drin war bin ich nicht mehr rausgekommen. Bei mir ist das so: Ich bin ein sehr, sehr aktiver Mensch. Ich mache bis zu 7 mal pro Woche Sport. Wenn ich mich nicht bewege, bin ich motivationslos und energielos. Und so war das dann. Jede Kleinigkeit war mir zu anstrengend, auch wenn ich mit dem Kleinen tagsüber nur in den Park gegangen bin und da mit ihm bisschen rumgelatscht bin, brauchte ich nach der Arbeit erstmal mindestens einen einstündigen Nap.

Irgendwann hab ich dann wieder versucht mal rauszukommen – Anfang März war mich ne Freundin aus Deutschland besuchen und wir haben einen Roadtrip gemacht und sind für ein paar Tage nach L.A. gefahren. Ich habe wieder angefangen Sachen zu unternehmen. Aber irgendwie habe ich doch nichts auf die Reihe bekommen. Meine to-do Liste ist immer länger geworden, mein Blog und mein Instagram immer stiller. Ich fühlte mich selbst immer schlechter, meine Haut wurde von der ganzen Schoki immer schlechter, ich sah konstant scheiße aus weil ich kein einziges meiner bisherigen „Schönheitsrituale“ mehr eingehalten habe. Vielleicht sah ich gar nicht so scheiße aus, aber ich habe mich definitv so gefühlt. Und eines abends saß ich dann wieder vorm Laptop – der Bildschirm heller als meine Gedanken #deep – und dachte mir so nö. kein Bock mehr. Und dann ging’s los.

Ich hatte keine Lust mehr mich zu bemitleiden. Ich wusste ich hab gar nicht mehr so viel Zeit hier in Amerika und die, die ich habe, sollte ich definitiv nicht mit Netflix verbringen. Ich hab schon ewig kein Selfie mehr gemacht. Wann fand ich das letzte mal mein Gesicht ok? Weiß ich nicht. Nein, ich hatte mit Sicherheit keine Depressionen. Nein, hier gibt’s nichts zum bemitleiden. Ich hatte mich einfach komplett gehen lassen. War so komplett meine Entscheidung. Anfang des Jahres hab ich eine Liste mit all meinen Zielen dieses Jahres gemacht – nichts weltbewegendes, aber wichtig für mich – und ich hab keines davon auch nur annährend erreicht, obwohl es im Januar noch so aussah, als wäre ich auf dem besten Wege. Und genauso wie es meine eigene (scheiß) Entscheidung war, mich so gehen zu lassen, war es nun meine eigene (hammer) Entscheidung, was zu ändern.

Hier ist meine ganz persönliche Anleitung um wieder auf dem richtigen Weg zu landen – vielleicht klappt diese Anleitung nur für mich, vielleicht sind diese Dinge für viele auch in ihren schlechtesten Zeiten ein tägliches Ritual, vielleicht aber auch nicht, und vielleicht ist das alles hier nur dummes Geblubber für jemanden. Aber für mich sind diese kleinen Dinge, diese eigentlich so selbstverständlichen Dinge der erste Schritt nach vorne.

und los

Ich lag also so im Bett, dachte mir nö. kein Bock mehr. Ich hab den Laptop zugeklappt und bin direkt ins Bad marschiert. Ich hab erstmal richtig schön lange um 0 Uhr nachts geduscht – ich hab meine Haare gewaschen, ich hab zum ersten Mal seit 2 Monaten meine Gesichtsbürste benutzt. Ich habe das Körperpeeling, das ich zu Weihnachten bekommen habe, zum ersten Mal benutzt. Ich habe mich von Kopf bis Fuß rasiert (ehm, also ihr wisst schon, so sprichwörtlich). Ich bin aus der Dusche gestiegen, ich habe mich zum ersten Mal seit ich nach Amerika gezogen bin EINGECREMT. Ich habe meine Zähne geputzt und oil… ehm.. gepulled? Weiß nicht wie wir Deutschen das sagen. Ich habe – UND NUN HALTET EUCH FEST – meine Nägel lackiert!!! Und wenn ihr alle jetzt sagt „hä wat labert die trulla denn, das ist doch meine Sonntagabend Routine“ dann ist das wundervoll für euch, aber ich hab seit 2  Monaten nichts mehr für mich gemacht. Netflix pausenlos bingen nenne ich nun nicht #selfcare sondern eher so #lassmalauflebenkacken.

Am nächsten Tag ging’s dann direkt weiter. Ich habe langsam wieder Organisation in mein Leben gebracht. Ich habe meine Freunde angetextet, was wir dieses Wochenende so starten. Ich habe alle meine Emails beantwortet und habe meine Weekend-Class Hausaufgaben gemacht. Ich habe mich informiert wie ich meine Taxes zahle und ich habe mich mal zur Abwechselung nicht in meinem Zimmer vergraben, sondern Zeit mit meiner Familie verbracht. Ich habe meine Bettwäsche und sämtliche meiner Klamotten gewaschen. Ich habe Postkarten geschrieben – unter anderem welche, die hier seit NYC rumlagen.

Und was für mich vielleicht sogar am wichtigsten war – ich habe wieder mit Sport angefangen. Gemeinsam mit meiner Hostmum habe ich ein erneutes Mal den BBG begonnen. Kurze Zeit später bin ich für eine Woche in den Urlaub nach Cabo gefahren, und anschließend habe ich direkt meinen Gym-Vertrag wieder aktiviert. Holy shit, hab ich das vermisst.

Und nun, 1 Monat danach, hab ich es endlich mal geschafft, meine gesamte to-do-Liste, die sich seit Januar angestaut hat, komplett abzuarbeiten, sodass ich heute – zum ersten Mal seit dem 17. Februar – wieder Zeit und Motivation finde, mich vor meinen Laptop zu setzen und zu schreiben. Eine meiner Leidenschaften, bei der ich zwischenzeitlich überlegt habe, sie komplett aufzugeben, einfach weil mir die Motivation zu irgendwas in meinem Leben gefehlt hat. Und dann sitze ich nun hier, und diese mittlerweile 1150 Wörter (and counting) gehen runter wie Butter.  Ich sitz hier und tue wieder das was ich liebe – und das nicht nur, weil letzte Woche der Betrag dieser Domain für die nächsten 6 Monate abgebucht wurde – sondern weil ich endlich wieder da bin, wo ich sein will.

Übrigens habe ich letzte Woche – also 3 Monate nach der Verletzung – endlich einen Brief von der Versicherung bekommen, in dem stand, dass sie von der Rechnung ungefähr 70% (!!!) bezahlen werden. Ich habe keine Ahnung wie es dazu gekommen ist, aber ich bin überglücklich – wie meine Gasteltern unschwer an meinen Freundenstanz erkennen konnten, der so ungefähr nach Beyoncés single ladies mit halben Hirn und 3 Promille aussah.

Wisst ihr, als ich diesen Blogpost nur so aus meinen Händen rausgespuckt habe hatte er noch die Übeschrift „how to pick yourself up“ und nun, dass ich meinen ersten Blogpost seit so langer Zeit geschrieben habe und auf ihn gucke, wusste ich gar nicht, ob der Name überhaupt Sinn ergibt. Es ist nur eine Beschreibung wie ein überaus faules Mädel endlich mal wieder gute Hygiene einhält und ihr Körper wieder mehr Kalorien verbraucht als ihr Computer Energie (dieser Wert ist nicht wissenschaftlich belegt). Aber selbst wenn das hier niemanden interessiert und niemand irgendetwas wertvolles daraus ziehen kann, ist es für mich doch denke ich mal ganz supi, alles einfach rausschreiben. Schön, wieder da zu sein.

Und nun bitte nimm noch einen Moment um diesen GENIALEN Titel zu würdigen.

 

Ein Gedanke zu “hello, it’s me, i was wondering if after all this time you’d like to read

  1. Hallöchen! Na da kam jetzt ja wirklich länger mal nix :O….aber hej, was solls!?….Ich lese hier gerne mal wieder ein bisschen rum, was sollte ich auch sonst besseres machen !ß 😀 😀 :D….naja, ich wünsche dir schonmal eine schöne kurze Woche und sende viele Grüße aus’m wanderhotel dolomiten ! die Maren ;)<3

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