MY FIRST HALLOWEEN WITH RED CUPS #storytime

dsc08782

Hallo Freunde! Normalerweise erzähle ich die witzigen Geschichten aus meinem Leben ja eher auf Instagram. Da ich das Talent besitze eine gesamte Facharbeit über eine Schale Nudeln mit Tomatensauce zu schreiben werden auch meine Instagram-Captions immer länger und länger – so weit, dass ich letzte Woche eine Story in den Kommentaren weiter führen musste und mittlerweile Storys sogar am Laptop schreibe, mir dann per Mail zuschicke und dann nur noch einfüge. Und ich glaube diese Story hier hätte den Rahmen echt gesprengt.

Wer bei dem letztwöchigen Anblick von Instagram, Snapchat, Facebook, ganz bestimmt auch dem Google Logo und auch jedem Supermarkt nicht bemerkt hat, dass Halloween ist, der macht was falsch. Au Pairs rasten an Halloween aus. Wir wollen coole Kostüme, Pumpkin schnitzen, Kunstblut überall und das allerallerallerwichtigste – wir brauchen ne verdammt coole Halloween Party. So wie die im Fernsehen halt. Mit roten Bechern.

Ich und meine Görls wollten das natürlich auch, und wie finden Au Pairs hier Partys? Wie so ziemlich jeden sozialen Kontakt abseits anderer Au Pairs. TO THE TINDER! Ich hab Tinder ja mittlerweile so gut wie aufgegeben (WIE ZUR HÖLLE soll man denn mit so vielen Menschen texten?? Wer hat Zeit für sowas??) aber die gute Lynne konnte am Ende nur so mit Halloween Partys um sich werfen.

Nach langem hin und her hat sich dann entschieden wer von uns fahren kann und wir haben einen groben Plan entwickelt: Treffen bei Nathalie, zusammen fertig machen, ne Party aussuchen, hinfahren, danach im Auto etwas ausnüchtern und pennen, zurück zu Nathalie fahren, noch mehr ausnüchtern und pennen, Lynne fährt Kim nach Hause, Lynne fährt nach Hause, Ende im Gelände. Pläne einhalten ist aber nicht so unser Ding.

So haben wir viiiiiel zu viel zeit beim hiken am Samstag verbracht, danach noch für Dinner an einem Casino gestoppt, dabei hat Nathalie dann vergessen, dass sie Lynne schon gesagt hat wir wären bald zuhause, weshalb Lynne dann schon bei Nathalie vor der Tür stand, wir aber noch 1,5 Stunden entfernt waren. Und dann haben wir sogar noch bei WalMart angehalten weil wir noch die Utensilien für unsere Kostüme kaufen mussten. Unsere Kostüme waren übrigens der Hammer. Später mehr dazu. Meanwhile hat Lynne übrigens ne halbe Weltreise gemacht indem sie zu mir gefahren ist, dabei aus Versehen die toll road benutzt hat und auch noch 2,50$ verschwendet hat, nur um dann doch wieder zu Nathalie zu fahren.

Irgendwann sind wir dann aber doch alle bei Nathalie angekommen, haben uns fertig gemacht, ich habe ne Schale Nudeln mit Sriracha und getrockneten Oregano-Blättern gegessen (so ziemlich das widerlichste was ich je verspeist habe), und wir haben unsere äußerst aufwendigen und kreativen Kostüme gebastelt.

Nathalie war ein Geist. So einer mit weißem Laken übern Kopf und zwei Gucklöchern. 10$ und 2 Minuten.

Ich war eine Tinderkonversation. Ich habe diese Nachricht tatsächlich mal erhalten. Zwar ohne Dickpic, aber das musste für die Dramatik mit rein. 3$ und 5 Minuten.

dsc08788

Lynne hat sich ganz schwarz angezogen und sich mit Kinder-Make-Up zum Skelett geschminkt. 5$ und 10 Minuten.

#undfallentrotzdemauf #FRESSTDASbitches

Nach Mitternacht haben wirs dann auch tatsächlich geschafft uns ins Auto zu bewegen und loszufahren. Dann sind wir erstmal zu der am höchsten angepriesenen Party gefahren. Als wir ankamen standen aber irgendwie alle vor der Tür. Najut, halten wir mal an und fragen. „Hey, is this party any good?“ Antwort eines Jungchens den ich auf ungefähr 13 schätzen würde „Hell yeah, it’s gonna be LIT!“, asklar, wir fahren dann mal weiter. Dabei wird uns noch hinterhergerufen „HEY BABE, where u goin??“ as far away as I can, BYYYEE. Pädophilie ist dann doch nicht so meins.

Kurze Backstory: An dem Samstag hat Nathalie mich mit zu einem tinder date von ihr geschleppt aus Angst dass tinder date nervig ist und sie am Ende ein paar Stunden beim hiken mit ihm feststeckt. Also kommt der große Retter Kim zur Hilfe. Der Typ war aber ganz nice. Und er wohnt nur 5 Minuten von der Party entfernt. Zufall? Ich denke nicht. Schicksal? Hell yes. Also werden er uns sein tall-guy-Freund (mit dem die beiden mich verkuppeln wollten) abgeholt und wir fahren zur nächsten Party in eine gated community (diese umzäuten Nachbarschaften für rich familys).

Kurzfassung: Keine Musik wo die Party sein sollte, yolo, einfach mal Gartentor öffnen, paar Stimmen hören, scheint nicht so abzugehen, Diskussion was der neue Plan ist, „guys, if we don’t want to be at this party we should maybe step out of their garden again“, gute Idee! Zurück ins Auto, kein Plan was wir machen wollen, Masterplan „wir gehen auf die Party der 13-Jährigen und besaufen uns einfach“, gute Idee again!

Gesagt, getan. Zurückgefahren. Aber auch hier keine Musik. Und irgendwie keine Menschen. In Amerika wird man ja nur erschossen, wenn man fremde Grundstücke betritt, aber was solls, wir lunzen mal durchs Fenster. In dem Moment kommen ein paar Menschen, tatsächlich in unserm Alter aufs Grundstück gelatscht und erzählen uns dass die Polizei gekommen ist und alle geflüchtet sind #undmeingehirnnurso #wärenwirmalhiergeblieben aber die Party ging dann, mit wenigen Auserwählten (haben sie net so gesagt, fühlte sich aber so an) und vor allen Dingen Älteren, weiter. Wir sind dann auch einfach mal da geblieben.

Nach wenigen Minuten wurde uns dann berichtet, dass der gesamte Alkohol leer ist #Kimiheultin3..2.. „BUT…“ #WASWASWAS? „In der Wanne da ist Witch Brew“ wat ist dat? „ein Gemisch aus acht starken Alkoholen und bisschen saft, knallt richtig“. Klingt gut! Nach ’nem halben (ROTEN!!!) Becher war ich dann auch voll. Und alle meine Freunde auch. Dann ging der Spaß richtig los. Beer Pong spielen MIT DEN ROTEN BECHERN, superprivate Gespräche mit superfremden Menschen über meine Titties führen, mich selber überall überaus für mein Kostüm loben, Selfies aufm Klo (also richtig aufm Klo, nicht vorm Klospiegel), Lynne liegt in irgendeiner Ecke und produziert so viele Snapchats wie möglich mit den Hunden, Nathalie ist sowieso spurlos verschwunden und ich beginne eine Diskussion darüber ob Kim Kardashian strohdumm oder ’ne geniale Businessfrau ist (Feministkim hat natürlich zweitere Möglichkeit verteidigt) die darin endete, dass der Dude im kurzen hautfarbenden Fauxsuede-Kleid und Katzenohren mir seine Zunge in den Hals gerammt hat. Ich wollte aber dann doch lieber weiter trinken gehen (und von jemanden der bei meiner feministischen Diskussion gegen mich redet brauch ich eh keine Zunge), als dann nach kurzer Zeit meine geliebte Nathalie wieder auftauchte.

Zu diesem Zeitpunkt wurde es schon fast wieder hell, also begaben wir uns alle zu tinder dates Haus (ich hätte von Anfang an prophezeien können, dass es so endet) und haben dort unseren Suff ausgeschlafen. Ich wurde dann morgens davon geweckt wie tinder dates Mutti den Sessel auf dem ich zusammengeknüllt geschlafen habe ausgeklappt hat. Das hätte tinder date mir ja auch mal sagen können BEVOR ich die Nacht als Ball verbracht habe.

Und der Rest ist Ausnüchterung… und ganz viele Aftersuff-Storys. Bald auf Instagram. Willste nicht verpassen, folgste mir hier (@shadesofkim).

 

Ein Gedanke zu “MY FIRST HALLOWEEN WITH RED CUPS #storytime

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.